Kollagenhydrolysat oder Molkeneiweißisolat: welche Eiweißquelle für welchen Dialysepatienten?

Diese Seite stellt die beiden Eiweißquellen gegenüber, auf denen die RenaCare-Shots und das Pulver beruhen, und ordnet ein, welcher Kennwert bei welcher Fragestellung den Ausschlag gibt.

Kollagenhydrolysat oder Molkeneiweißisolat: welche Eiweißquelle für welchen Dialysepatienten?

Diese Seite stellt die beiden Eiweißquellen gegenüber, auf denen die RenaCare-Shots und das Pulver beruhen, und ordnet ein, welcher Kennwert bei welcher Fragestellung den Ausschlag gibt.

RenaCare führt zwei Eiweiß-Shots mit unterschiedlicher Proteinquelle. Der Renapro Shot beruht auf Kollagenhydrolysat vom Rind, der Renapro BLG Shot auf einem Molkeneiweißisolat (WPI). Renapro Pulver besteht aus klassischem WPI. Beide sind reine Eiweißkonzentrate und keine vollbilanzierte Trinknahrung.

Die Quellen unterscheiden sich in biologischer Wertigkeit, Phosphor-Eiweiß-Quotient, Leucingehalt und Verträglichkeit. Welche Unterschiede im Einzelfall zählen, hängt von der Fragestellung ab. Ein Produkt ist dabei nicht grundsätzlich besser als das andere.

Dieser Beitrag ordnet fachlich ein und ersetzt keine ärztliche oder diätetische Beratung. Ernährungsumstellungen erfolgen unter ärztlicher Aufsicht.

Ausgangslage

Warum die Eiweißquelle an der Dialyse zählt

Erhöhter Eiweißbedarf bei engem Spielraum

Die Hämodialyse entzieht dem Körper mit jeder Behandlung Aminosäuren. Gleichzeitig bleibt der Spielraum bei Phosphat, Kalium und häufig auch bei der Trinkmenge eng. Der Eiweißbedarf steigt deutlich, ohne dass der Energiebedarf im gleichen Maß mitwächst.

  • Eiweißbedarf an der Dialyse: 1,2 bis 1,3 g je Kilogramm Körpergewicht und Tag; die ISRNM nennt mehr als 1,2 g je Kilogramm
  • Der Eiweißbedarf steigt um etwa 50 Prozent, der Energiebedarf nur um etwa 15 Prozent
  • Etwa die Hälfte der Dialysepatientinnen und -patienten hat zusätzlich einen Diabetes mellitus
  • Phosphat und Kalium bleiben begrenzt, bei Flüssigkeitsrestriktion zusätzlich das Volumen

Aus dieser Lage folgt der Bedarf an einem Produkt, das nahezu ausschließlich Protein liefert. Fett fehlt in beiden Shots vollständig, Kohlenhydrate sind je nach Produkt nicht enthalten oder nur in geringer Menge vorhanden. Damit lässt sich Eiweiß zuführen, ohne dass unnötige Energie, Phosphat oder Volumen mitgeliefert werden.

Abgrenzung

Reine Eiweißnahrung und vollbilanzierte Komplettnahrung sind zwei verschiedene Produktkategorien und nicht gleichzusetzen. Eine vollbilanzierte Trinknahrung liefert zusätzlich Fett, Kohlenhydrate, Vitamine und Spurenelemente.

Wer eine vollbilanzierte Versorgung benötigt, kann sie im RenaCare-Sortiment aus Renapro und Renamil zusammenstellen. Dafür lassen sich entweder beide Pulver, Renapro Pulver und Renamil, zusammen mischen. Wer die Shots verwenden möchte, stellt morgens aus der Renamil-Milch einen Milchkaffee her und trinkt zusätzlich einen Shot.

Quelle 1

Kollagenhydrolysat vom Rind

Die Proteinquelle des Renapro Shot

Der Renapro Shot beruht auf Kollagenhydrolysat vom Rind. Als Rohstoff dienen argentinische Hochlandrinder. Das Kollagen liegt hydrolysiert vor, also in kurzkettigen Peptiden unter 2.000 Dalton, was die Aufnahme erleichtert.

Kollagen enthält von Natur aus kein Tryptophan. Erst der Zusatz von L-Tryptophan vervollständigt das Aminosäurenprofil, weshalb der Renapro Shot diese Aminosäure als eigene Zutat führt.

  • 22 g Eiweiß je Portion von 60 ml, der höchste Eiweißgehalt der beiden Shots
  • 624 mg Leucin je Portion
  • Biologische Wertigkeit: für Kollagenhydrolysat nicht ausgewiesen, an ihrer Stelle steht der PDCAAS
  • Verzweigtkettige Aminosäuren (BCAA) mit einem Anteil von etwa 7 Prozent
  • Hydroxy-Methyl-Butyrat (HMB) mit 250 mg je Portion, enthalten in den Sorten Apfel und Cola. HMB ist ein Stoffwechselprodukt von Leucin
  • Phosphor-Eiweiß-Quotient von 0,016, der niedrigste Wert im RenaCare-Sortiment
  • Laktosefrei
  • Vier Geschmacksrichtungen: Apfel, Cola, Pfirsich und Wild-Berry
  • Der Eiweiß-Rohstoff ist halal und koscher zertifiziert, ohne kennzeichnungspflichtige Allergene, jedoch nicht vegetarisch

Zur Einordnung der Wertigkeit: reines Kollagenhydrolysat erreicht ohne Tryptophan einen PDCAAS von 0. Mit dem Tryptophan-Zusatz liegt der Literaturwert bei etwa 0,8 bis 0,9. Diese Angaben stammen aus der Rohstoffliteratur, nicht aus einer Messung der fertigen Rezeptur.

Quelle 2

Beta-Lactoglobulin aus Kuhmilch

Die Proteinquelle des Renapro BLG Shot

Der Renapro BLG Shot beruht auf leucinreichem Beta-Lactoglobulin (BLG) aus Kuhmilch. Beta-Lactoglobulin gehört zur Gruppe der Molkenproteinisolate und hat eine biologische Wertigkeit von 105. Der Rohstoff stammt von europäischen Milchkühen. Auf dem Etikett ist die Zutat als Beta-Lactoglobulin aus Kuhmilch geführt.

  • 20 g Eiweiß je Portion von 60 ml
  • 2,8 g Leucin je Portion
  • Biologische Wertigkeit 105
  • Verzweigtkettige Aminosäuren (BCAA) mit einem Anteil von etwa 25 Prozent
  • Hydroxy-Methyl-Butyrat (HMB) mit 100 mg je Portion
  • Phosphor-Eiweiß-Quotient von 0,26
  • Laktosefrei mit 0 g Laktose
  • Eine Geschmacksrichtung: Orange
  • Der Eiweiß-Rohstoff ist halal und koscher zertifiziert, für Vegetarier geeignet, Hauptallergen ist Kuhmilch

Leucin gilt als der Auslöser der Muskelproteinsynthese. An der Dialyse ist das relevant, weil der Muskelabbau bei protein-wasting einen eigenen Krankheitswert hat. Zusätzlich enthält der BLG Shot 100 mg Hydroxy-Methyl-Butyrat je Portion, einen Leucin-Metaboliten. Der BLG Shot ist frei von Kohlenhydraten und damit frei von Zucker.

Für Beta-Lactoglobulin besteht eine EU-Novel-Food-Zulassung. Inhaberin der Zulassung ist die Firma ARLA als Rohstoff-Herstellerin, nicht RenaCare.

Quelle 3

Molkenproteinisolat im Renapro Pulver

Die Proteinquelle des Renapro Pulvers

Das Renapro Pulver beruht auf leucinreichem Molkenproteinisolat. Ein Beutel von 20 g liefert 18 g Eiweiß.

  • 18 g Eiweiß je Beutel von 20 g
  • 2,3 g Leucin je Beutel
  • Biologische Wertigkeit 104
  • Verzweigtkettige Aminosäuren (BCAA) mit einem Anteil von 23 Prozent
  • Hydroxy-Methyl-Butyrat (HMB): nicht enthalten
  • Phosphor-Eiweiß-Quotient von 1,1
  • Laktosereduziert mit 300 mg Laktose je Beutel
  • Eine Geschmacksrichtung: Milch
  • Der Eiweiß-Rohstoff ist halal und koscher zertifiziert, für Vegetarier geeignet, koch- und backstabil, Hauptallergen ist Kuhmilch

Nicht gleichsetzen

Beta-Lactoglobulin und das Molkenproteinisolat im Renapro Pulver gehören beide zur Gruppe der Molkenproteinisolate. Es sind aber zwei verschiedene Proteine mit eigenen Kennwerten: Beta-Lactoglobulin hat eine Wertigkeit von 105, das Molkenproteinisolat im Renapro Pulver eine von 104.

vergleich

Die Nährwerte im Direktvergleich

Renapro Shot, Renapro BLG Shot und Renapro Pulver im Vergleich

Alle Werte stammen aus den aktuellen Produktfoldern, für den Renapro Shot mit Stand 06/2026, für den BLG Shot mit Stand 05/2026 und für das Renapro Pulver mit Stand 08/2026. Der Renapro Shot wurde zuletzt in der Rezeptur überarbeitet, ältere Unterlagen können abweichende Werte tragen.

Kennwert je Portion Renapro Shot Renapro BLG Shot Renapro Pulver
Proteinquelle Kollagenhydrolysat vom Rind, mit L-Tryptophan Beta-Lactoglobulin aus Kuhmilch Molkenproteinisolat
Eiweiß 22 g 20 g 18 g
Energie 105 kcal 82 kcal 75 kcal
Fett 0 g 0 g 0,1 g
Kohlenhydrate 1,3 g 0 g 0,5 g
davon Zucker 1,3 g Fruktose 0 g 0 g
Leucin 624 mg 2,8 g 2,3 g
Hydroxy-Methyl-Butyrat 250 mg, in Apfel und Cola 100 mg 0 mg
Phosphor 0,35 mg 5,1 mg 20 mg
Kalium 12 mg 17 mg 62 mg
Natrium 57 mg 16 mg 70 mg
Calcium 12 mg 23 mg 50 mg
Magnesium 1,6 mg 0,7 mg 7 mg
Salz 0,14 g 0,04 g 0,18 g
Laktose 0 g 0 g 300 mg
Phosphor-Eiweiß-Quotient 0,016 0,26 1,1
Osmolarität 113 mOsmol/l 225 mOsmol/l 90 mOsmol/l
Osmolalität 100 mOsmol/kg 209 mOsmol/kg 85 mOsmol/kg
Geschmacksrichtungen Apfel, Cola, Pfirsich, Wild-Berry Orange Milch
Packungsgröße 30 Shots à 60 ml 15 Shots à 60 ml 30 Beutel à 20 g

Wertigkeit

Biologische Wertigkeit richtig lesen

Was die Wertigkeit aussagt und was nicht

Die biologische Wertigkeit beschreibt, wie gut sich Nahrungsprotein in körpereigenes Protein umsetzen lässt. Sie hängt am Aminosäurenprofil, nicht an der Eiweißmenge. Ein Produkt mit hoher Wertigkeit und wenig Eiweiß kann in der Praxis weniger leisten als eines mit moderater Wertigkeit und viel Eiweiß.

Proteinquelle Kennwert
Beta-Lactoglobulin, Basis des Renapro BLG Shot biologische Wertigkeit 105
Molkenproteinisolat (WPI), Basis des Renapro Pulver biologische Wertigkeit 104
Kollagenhydrolysat mit L-Tryptophan, Basis des Renapro Shot PDCAAS etwa 0,8 bis 0,9
Kollagenhydrolysat ohne Tryptophan-Zusatz PDCAAS 0

Für die fertigen Rezepturen beider Shots liegen keine produktspezifischen DIAAS- oder PDCAAS-Werte vor. Die genannten Zahlen sind Literaturwerte der jeweiligen Rohstoffe. Für Molkenprotein und Beta-Lactoglobulin nennt die Literatur einen PDCAAS von 1,0 und einen DIAAS von etwa 1,09 bis 1,15.

Praktisch heißt das: Wertigkeits-Aussagen gelten immer produktbezogen und nie gemittelt über das Sortiment. Wer die beiden Shots vergleicht, vergleicht zwei Proteinquellen mit unterschiedlicher Zielsetzung, nicht ein besseres gegen ein schlechteres Produkt.

Phosphatlast

Der Phosphor-Eiweiß-Quotient beider Shots

Phosphat im Verhältnis zum Eiweiß

Der Phosphor-Eiweiß-Quotient setzt den Phosphatgehalt ins Verhältnis zum Eiweißgehalt, angegeben in Milligramm Phosphat je Gramm Eiweiß. Er zeigt, wie viel Phosphat mit einer bestimmten Eiweißmenge mitkommt. Der absolute Phosphatwert und der Quotient sind zwei verschiedene Kennzahlen und dürfen nicht gleichgesetzt werden.

Produkt oder Referenz Phosphor-Eiweiß-Quotient
Renapro Shot 0,016
Renapro BLG Shot 0,26
Renapro Pulver 1,1
Durchschnitt einer natürlichen Mischkost etwa 17
Zielwert für die Gesamt-Ernährung möglichst niedrig, Richtwert etwa 8

Der Quotient der RenaCare-Eiweißprodukte ist außergewöhnlich niedrig. In der Ampel-Logik, die RenaCare zur Einordnung von Lebensmitteln verwendet, liegen alle drei Produkte deutlich im grünen Bereich, während eine durchschnittliche Mischkost mit einem Wert um 17 bereits an der Grenze zu gelb steht. Werte über 25 gelten als rot.

Zwischen den beiden Shots liegt beim Quotienten der Faktor 16. Wo die Phosphatlast das führende Kriterium ist, spricht das für den Renapro Shot. Wo Leucin und Muskelerhalt im Vordergrund stehen, bleibt der BLG Shot trotz des höheren Quotienten günstig, weil 0,26 im Vergleich zur Mischkost weiterhin sehr niedrig ist.

Volumenkennwerte

Osmolarität und Osmolalität

Zwei Kennwerte für die Flüssigkeitsbilanz

Diese beiden Kennwerte sind eigenständige Größen und nicht mit Phosphat oder Kalium zu vermengen. Osmolarität und Osmolalität beschreiben die Teilchenkonzentration je Liter beziehungsweise je Kilogramm.

Kennwert Renapro Shot Renapro BLG Shot Renapro Pulver
Osmolarität 113 mOsmol/l 225 mOsmol/l 90 mOsmol/l
Osmolalität 100 mOsmol/kg 209 mOsmol/kg 85 mOsmol/kg

Bei Flüssigkeitsrestriktion zählt jeder Milliliter. Beide Shots liefern die Eiweißmenge in 60 ml, während eine vollbilanzierte Trinknahmung für eine vergleichbare Eiweißmenge deutlich mehr Volumen benötigt. Eine niedrige Osmolalität wird zudem gastrointestinal in der Regel besser vertragen.

Einsatzlogik

Welcher Shot für welche Fragestellung

Auswahl nach dem führenden Kriterium

Führende Fragestellung Fachliche Einordnung
Phosphatlast so gering wie möglich halten Renapro Shot, Quotient 0,016
Muskelerhalt und Leucinzufuhr im Vordergrund Renapro BLG Shot, 2,8 g Leucin je Portion, oder Renapro Pulver, 2,3 g Leucin je Portion
Vegetarische Ernährung Renapro BLG Shot oder Renapro Pulver
Kuhmilcheiweißallergie Renapro Shot; der BLG Shot und das Renapro Pulver sind ungeeignet
Halal oder koscher Renapro Shot, Renapro BLG Shot oder Renapro Pulver; zertifiziert ist jeweils der Eiweiß-Rohstoff
Zuckerfreiheit gewünscht Renapro BLG Shot mit 0 g Zucker
Abwechslung im Geschmack über längere Zeit Renapro Shot mit vier Sorten
Vollbilanzierte Versorgung erforderlich Renapro zusammen mit Renamil

Im Prinzip lässt sich jedes Renapro-Produkt mit Renamil kombinieren. In der Praxis mischt man aber gerne die beiden Pulver.

Hinweis

Diese Übersicht ist eine fachliche Einordnung und keine Therapieempfehlung. Auswahl, Dosierung und Dauer der Anwendung erfolgen unter ärztlicher oder diätetischer Aufsicht.

verträglichkeit

Allergene, Ernährungsformen und Darreichung

Was bei der Auswahl zusätzlich zu prüfen ist

Merkmal Renapro Shot Renapro BLG Shot Renapro Pulver
Glutenfrei ja ja ja
Laktosefrei ja ja nein, laktosereduziert
Kennzeichnungspflichtige Allergene keine Milchprotein Milchprotein
Für Vegetarier geeignet nein ja ja
Halal und koscher (Eiweiß-Rohstoff) ja ja ja
Darreichung oral oder via Sonde oral oder via Sonde oral oder via Sonde

Alle drei Produkte sind Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke, also bilanzierte Diäten. Für die Anwendung gilt: Sie sind nur unter ärztlicher Aufsicht zu verwenden. Sie sind eine ergänzende Diät und kein vollständiges Lebensmittel und damit nicht als einzige Nahrungsquelle geeignet. Sie sind nicht für Kinder unter drei Jahren geeignet. Sie sind nicht zur parenteralen Anwendung bestimmt.

Häufige Fragen

In der Proteinquelle. Der Renapro Shot beruht auf Kollagenhydrolysat vom Rind mit zugesetztem L-Tryptophan, der Renapro BLG Shot auf Beta-Lactoglobulin aus Kuhmilch. Daraus ergeben sich Unterschiede bei biologischer Wertigkeit, Leucingehalt, Phosphor-Eiweiß-Quotient und Verträglichkeit. Beide sind reine Eiweißkonzentrate mit 60 ml je Portion.

Der Renapro Shot mit 0,016 gegenüber 0,26 beim Renapro BLG Shot. Beide liegen damit weit unter dem Durchschnitt einer natürlichen Mischkost von etwa 17 und in der Ampel-Logik im grünen Bereich. Der absolute Phosphatwert ist eine andere Kennzahl und nicht mit dem Quotienten gleichzusetzen.

Sie beschreibt, wie gut sich das Nahrungsprotein in körpereigenes Protein umsetzen lässt. Der Wert 105 gilt für Beta-Lactoglobulin, die Basis des Renapro BLG Shot. Das Molkenproteinisolat im Renapro Pulver hat mit 104 einen eigenen Wert. Beide Werte sind nicht übertragbar.

Nein. Beide sind reine Eiweißkonzentrate und liefern nahezu ausschließlich Protein, ohne Fett und mit keinen oder nur geringen Mengen an Kohlenhydraten. Eine vollbilanzierte Versorgung lässt sich im RenaCare-Sortiment aus Renapro und Renamil zusammenstellen.

Der Renapro Shot, weil er auf Kollagenhydrolysat vom Rind beruht und keine kennzeichnungspflichtigen Allergene enthält. Der Renapro BLG Shot ist bei Kuhmilcheiweißallergie ungeeignet, weil Kuhmilchprotein sein Hauptallergen ist.

Der Bedarf liegt bei 1,2 bis 1,3 g je Kilogramm Körpergewicht und Tag, die ISRNM nennt mehr als 1,2 g je Kilogramm. Der Energiebedarf steigt dabei nur um etwa 15 Prozent, während der Eiweißbedarf um etwa 50 Prozent zunimmt. Die konkrete Zufuhr legt das Behandlungsteam fest.

Sie beschreiben die Konzentration gelöster Teilchen je Liter beziehungsweise je Kilogramm. RenaCare weist diese Werte mit Blick auf die Nieren aus: Viele Dialysepatientinnen und -patienten haben noch eine Restdiurese, scheiden also 100, 200, manchmal 500 ml Urin aus. In dieses Flüssigkeitsvolumen passt nur eine bestimmte Anzahl Teilchen hinein, so wie sich nur eine bestimmte Menge Würfelzucker in einer Tasse Tee lösen lässt. Der Renapro Shot liegt bei 100 mOsmol/kg, der Renapro BLG Shot bei 209 mOsmol/kg.

Der Renapro BLG Shot ist frei von Kohlenhydraten und damit zuckerfrei. Der Renapro Shot enthält 1,3 g Kohlenhydrate je Portion, ausschließlich als Fruktose zur Abrundung des Geschmacks. Das ist besonders dann relevant, wenn zusätzlich ein Diabetes mellitus vorliegt.

Fachliche Einordnung

Fachliche Einordnung und Verantwortung

Die Inhalte dieser Seite beruhen auf der fachlichen Expertise von RenaCare NEPHROMED, einem seit 1989 inhabergeführten Familienunternehmen, das ärztliche und ökotrophologische Kompetenz unter einem Dach verbindet.

Fachlich verantwortlich sind Dr. med. Katharina Bartz (Ärztin) und Tina-Alexa Bartz (Dipl. Ökotrophologin). Die Angaben dienen der Information und ersetzen keine individuelle ärztliche oder diätetische Beratung.

Dr. med. Katharina Bartz

Dr. Bartz studierte Medizin an der Humboldt-Universität zu Berlin (Approbation 2005) und wurde dort 2009 promoviert; ihre Dissertation befasste sich mit der Regulation des Erythropoetin-Gens, einem für die Nephrologie zentralen Thema. Als Fachärztin für Anästhesie war sie von 2005 bis 2014 an der Charité Berlin tätig und erwarb Zusatzqualifikationen in Notfall-, Intensiv- und Suchtmedizin. 2016 schloss sie an der Universität Wien den Universitätslehrgang Pharmazeutisches Qualitätsmanagement ab. Seit 2008 ist sie Gesellschafterin und Geschäftsführerin des Familienunternehmens RenaCare und verantwortet dort unter anderem die Produktionsleitung. So verbindet sie ärztliche Expertise mit der Entwicklung phosphat- und kaliumarmer Eiweißkonzentrate für Menschen mit chronischer Nierenerkrankung.

Tina-Alexa Bartz

Tina-Alexa Bartz studierte Ökotrophologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen und schloss 1997 mit dem Diplom ab. Ab 1998 war sie in verschiedenen Funktionen im Umfeld der Ernährung bei chronischer Nierenerkrankung tätig: zunächst als Assistentin im Produktmanagement der RenaCare NEPHROMED GmbH, von 2002 bis 2015 als Geschäftsführerin der Kyramed Biomol Naturprodukte GmbH und von 2016 bis 2021 als Geschäftsführerin der RenaCare NEPHROMED GmbH. Heute ist sie bei RenaCare NEPHROMED als beratende Gesellschafterin tätig.

Quellen

Quellen und Hinweise zur Verwendung

Datengrundlage

  • Produktfolder Renapro Shot, Stand 06/2026, für alle Nährwerte des Renapro Shot
  • Produktfolder Renapro BLG Shot, Stand 05/2026, für alle Nährwerte des BLG Shot
  • Fachliche Angaben zu biologischer Wertigkeit, BCAA-Anteil und Peptidgröße aus der Fachkorrespondenz von Dr. med. Katharina Bartz vom 18. und 19. August 2026
  • Bedarfswerte an der Dialyse nach ISRNM sowie Kundenvorgabe vom 13. August 2026
  • DIAAS- und PDCAAS-Angaben als Rohstoff-Literaturwerte, keine produktspezifische Messung

Die Rezeptur des Renapro Shot wurde zuletzt überarbeitet. Ältere Folder und älteres Fremdmaterial können abweichende Werte enthalten. Maßgeblich sind ausschließlich die oben genannten aktuellen Folder.

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Dr. Katharina Bartz              Lisa Lesch